Ich bin dann mal mutig! – Das Experiment

Hallo da draußen,

mein Name ist Kathrin Richter und ich habe mich JETZT entschieden! Ich traue mich jetzt! Ich habe keine Lust mehr, mir aus lauter Angst alles entgehen zu lassen! Und mein Leben nicht zu leben, sondern immer nur im Alltagstrott zu funktionieren, so wie man es von mir erwartet.

Kennt ihr das auch: „Nein das kann ich nicht tun!“ Aus reiner Angst zu versagen, oder „Nein also das geht nun wirklich nicht!“ aus Angst sich zu blamieren. Oder aus Angst verletzt zu werden, oder aus Angst ein Risiko einzugehen, oder aus Angst einen Fehler zu machen oder, oder, oder…

Damit ist jetzt Schluss, ich will mich endlich befreien aus diesem Loch. Ich TUE es jetzt ! Ich bin dann mal mutig!

In den letzten Jahren habe ich viel über Persönlichkeitsentwicklung gelernt, war auf vielen Seminaren etc. und wisst ihr was die „Gurus“ allesamt Mantra mäßig erzählt haben? Nein, ich verrate es euch. Sie sagten immer, und da waren sie sich alle einig, man muss es nur TUN. Tag Und Nacht!

Aber wie denn, wenn die Angst zu tief sitzt, wenn die Angst einen immer wieder davon abbringt. Das kleine Teufelchen auf deiner Schulter immer wieder sagt „Lass es“. Wenn du vor Angst einfach nicht in der Lage bist dazu, dir die Angst die Kehle zuschnürt.

Einfacher gesagt als getan . Es gibt halt auch Menschen, die sich nicht im Traum vorstellen können Dinge zu tun, die für andere selbstverständlich sind.

 

Doch ich habe beschlossen mich meinen Ängsten jetzt zu stellen und starte aus diesem Grund heute dieses kleine Selbstexperiment.

Oh Gott HILFE, mir wird jetzt schon Angst und Bange. Ich werde ab heute Fehler machen und bewusst Risiken eingehen, kalkulierbare Risiken natürlich, aber doch Risiken, die die meisten Leute aus Angst nicht eingehen würden. Und ich werde mich auch trauen euch von meinen Erfolgen, oder auch meinen Misserfolgen zu berichten.

Ein Jahr lang werde ich mich auf dieses Experiment einlassen und mich überraschen lassen, wohin mich meine Risikobereitschaft führen mag. Außerdem hat mich zusätzlich mein Mann herausgefordert und wir sind eine Wette eingegangen. Wer von uns beiden erfolgreicher wird? Ich, indem ich kalkulierbare Risiken eingehe und eventuelle Fehler begehe, oder mein Mann in dem er auf Wahrscheinlichkeitsrechnung setzt und sein Glück im Spiel versucht.

Ich werde in den nächsten 12 Monaten immer wieder Dinge tun, vor denen ich eigentlich eine Sch… Angst habe. Ich werde Risiken eingehen und Fehler machen und ich werde euch regelmäßig von meinen Erfolgen oder auch Misserfolgen berichten. Ein Coach von mir sagte immer, wenn du hinfällst, bist du 168 cm näher am Ziel.

Also ihr dürft gespannt sein, wer nach dem Jahr das Rennen gemacht hat und sich als Sieger fühlen darf!

MUT – Entscheidungen zu treffen

Ich habe mich entschieden! Und diese Entscheidung zu treffen, fiel mir weiß Gott nicht leicht. Aber es ist auch ein schönes Gefühl endlich eine Entscheidung getroffen zu haben, denn sich zu entscheiden ist wie ein Sprung in den Abgrund. Man weiß nicht, was einen erwartet, man hat Angst vor den Ereignissen, die eintreten werden aufgrund dieser Entscheidung.

Auf der anderen Seite wird einem aber auch eine Last von den Schultern genommen, ein dickes Paket, was man schon viel zu lange mit sich rum geschleppt hat. Die Entscheidung endlich zu treffen, gibt einem ein Stück Freiheit zurück. Ja und ich habe mich jetzt entschieden meiner Furcht den Kampf anzusagen, und mir nicht länger von meiner Angst mein Leben dirigieren zu lassen.

Aus diesem Grunde habe ich diesen Blog ins Leben gerufen und versuche meine Ängste jetzt mit Hilfe des kleinen Selbstexperimentes,  in den Griff zu bekommen. Ich werde aus diesem Experiment bestimmt viel lernen und mitnehmen und ich hoffe, dass es für den einen oder anderen vielleicht auch eine Hilfestellung oder auch nur eine Motivation darstellt.

Es ist elementar wichtig Entscheidungen zu treffen. Das musste ich leider auch erst lernen. Mir wurden früher viele Entscheidungen abgenommen, doch man tut sich keinen Gefallen damit sich aus Entscheidungsprozessen immer wieder herauszuwinden, aus Angst die falsche Entscheidung zu treffen. Nein es ist besser einmal ordentlich auf die Schnauze zu fallen und daraus zu lernen und gestärkt aus der Situation heraus zu steigen.

Entscheidungen werden täglich hunderte getroffen. Jeder einzelne von uns muss jeden Tag meist mehrere Entscheidungen treffen. Wir können es nicht vermeiden. Selbst wenn wir die eine oder andere Entscheidungen vor uns herschieben, ist das quasi auch eine Entscheidung, nämlich die, alles beim Alten zu lassen.

Aber warum tun wir uns mit einigen Entscheidungen sooo schwer? Meistens aus Angst einen Fehler zu begehen, oder ein Risiko einzugehen! Doch ist es wirklich immer so anstrebenswert, alles beim Alten zu lassen, oder ist es nicht vielmehr manches Mal besser aus seiner Komfort Zone heraus zu kommen und neue Dinge in Angriff zu nehmen, obwohl einen die Angst fast lähmt? Sind Veränderungen nicht manchmal auch etwas Gutes? Gehen wir nicht viel gestärkter aus einer Situation hervor, wenn wir unsere Angst überwinden und etwas trotz der Angst in uns TUN?

Hier habe ich ein kleines Video entdeckt, was mich wirklich inspiriert hat, und ich schaue es mir jetzt jeden Tag einmal an. Vielleicht hilft es euch ja auch ein bisschen weiter. Schaut es euch einfach mal an!

Bevor ich nun mutig in mein Experiment starte, stellt sich mir noch eine Frage.

Mut – was ist das überhaupt?

Mut bedeutet für mich, sich seinen Ängsten zu stellen, die Herausforderungen anzunehmen trotz, oder vielleicht gerade wegen seiner Angst. Es bedeutet für mich seine Komfortzone zu verlassen und sich den Veränderungen im Leben den Herausforderungen zu stellen, daraus zu lernen und gestärkt aus diesen herauszugehen trotz Risiken, die man eventuell eingeht oder Fehler die man begeht.

Wikipedia sagt dazu:

Mut, auch Wagemut oder Beherztheit, bedeutet, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen, das heißt, sich in eine gefahrenhaltige, mit Unsicherheiten verbundene Situation zu begeben.[1]

Diese kann eine aktive Herausforderung darstellen wie der Sprung von einem Fünfmeterturm ins Wasser oder die Bereitschaft zu einer schwierigen beruflichen Prüfung (individueller Hintergrund). Sie kann aber auch in der Verweigerung einer unzumutbaren oder schändlichen Tat bestehen wie einer Ablehnung von Drogenkonsum oder einer Sachbeschädigung unter Gruppenzwang (sozialer Hintergrund einer Mutprobe)

Nach Warwitz kommt dem Mut die Funktion des Antriebsfaktors, der Angst die Funktion des Bremsfaktors zu. In der wagnishaltigen Situation müssen beide wie bei der vernünftigen Autofahrt zu einem ausgewogenen Zusammenspiel finden. Um die Handlungsfähigkeit zu gewährleisten, kann Mut auch in der Überwindung unbegründeter oder überhöhter Ängste bestehen.

Mut ist, denke ich, für jeden etwas anderes. Der eine braucht Mut um morgens aufzustehen und in die Schule zu gehen und für einen anderer ist es eher der 10m Sprungturm. So wie es für jeden Menschen verschiedene Herausforderungen gibt und jeder vor etwas anderem Angst hat.

So und nachdem die Begriffe jetzt geklärt sind, starte ich ab Montag dem 14.03.2016 mutig in mein Experiment mit meiner 1. Aktion, naja eigentlich ist es schon meine 2. Aktion, aber dazu später mehr.

Ab Montag werde ich 3 Monate lang versuchen eine Nischenseite von Null an, aufzubauen und zwar mit der Nischenseiten Challenge von Peer Wandiger. Denn ehrlich gesagt, bekomme ich meinen A… wahrscheinlich nicht wirklich hoch, ohne Hilfe von außen, ohne das mir jemand…. Ich habe einfach zu viel Angst davor, dabei weiß ich gar nicht so recht warum eigentlich? Denn was kann schon passieren, ausser dass ich vielleicht ein paar Fehler mache, aus denen ich etwas lernen kann und mich furchtbar blamiere. Vielleicht ist es aber auch so, dass ich endlich ins tuen komme und … Ich lasse mich überraschen und nehme die Herausforderung an. Let´s do it!

3 Anmerkung zu “Ich bin dann mal mutig! – Das Experiment

  1. Rolf Mueller

    Ich bin heute zufällig auf diesen Blog geraten und bin ziemlich beeindruckt von deiner Entscheidung. Dein letzter Post ist nun schon eineinhalb Jahre her, ich hoffe, dass „no News“ in diesem Falle „good News“ sind.
    Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und viel Erfolg!

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    1. KathrinRichter Autor des Beitrags

      Wow, vielen Dank für deinen Kommentar. Das bestärkt mich wieder in meinem Vorhaben und zeigt mir, das es da draussen doch Leute gibt, denen dieses Thema am Herzen liegt. Vielen lieben Dank dafür. Habe inzwischen auf eine andere Seite umgestellt(http://endlichangstfrei.com) Vielleicht magst du ja da auch mal reinschauen. Ganz liebe Grüße

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